In diesem Jahr möchte ich mit euch SEGENSWORTE teilen

Mit Gottes sanfter Hand

Exzerpt eines Vortrags in der Katholischen Welt des BR am Ostermontag

Segen als PDF-Datei


Coronar-Virus

In diesen ersten, noch nie dagewesenen Zeiten, hat mich ein Gebet des großen kath. Theologen KARL BARTH besonders angesprochen:

Herr, unser Gott!
Wenn wir Angst haben, dann lass uns nicht verzweifeln.
Wenn wir enttäuscht sind, dann lass uns nicht bitter werden.
Wenn wir gefallen sind, dann lass uns nicht liegenbleiben.
Wenn es mit unseren Kräften zu Ende ist, dann lass uns nicht umkommen.
Nein, dann lass uns deine Nähe und deine Liebe spüren.

Gedanken zum Advent…

Advent heißt warten

Nein, die Wahrheit ist
Dass der Advent nur laut und schrill ist
Ich glaube nicht
Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann
Dass ist den Weg nach innen finde
Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt
Es ist doch so
Dass die Zeit rast
Ich weigere mich zu glauben
Dass etwas Größeres in meine Welt hineinscheint
Dass ich mit anderen Augen sehen kann
Es ist doch ganz klar
Dass Gott fehlt
Ich kann unmöglich glauben
Nichts wird sich verändern
Es wäre gelogen, würde ich sagen:
Gott kommt auf die Erde!

Und nun lesen Sie den Text von unten nach oben!!

von Iris Macke


Die Losung meines 72. Tauftages macht mir Mut im Alter:


„Ich bin der gute Hirte.“
Aus dem Johannes-Evangelium, Kap. 10, Vers 11

Im Norden wird der Pfarrer gern als „Pastor“ angeredet. In meinem jetzt 40jährigen Dienst war mir die Rolle eines Hirten immer wichtig, auch wenn sie oft im Tagesgeschäft nicht so deutlich wurde.
Für Menschen da zu sein, in Liebe, Zuneigung und Fürsorge – das hat Jesus – unser guter Hirte – vorgelebt. Er war nicht nur ein Hirte, der sich um seine Schafe kümmert – nein, Er ist „der gute Hirte“, der sogar sein Leben für die Schafe lässt.
Er nennt die, für die Er sein Leben gegeben hat, „die Meinen“. Sie gehören Ihm, und Er kennt sie alle „mit Namen“. Er kennt ihre Eigenarten, Schwächen und Probleme. Wie vertraut ist diese Beziehung zwischen dem Hirten und denen, die Er „die Meinen“ nennt.

Wenn ich in diesem Sinn Menschen als Pastor begegnen durfte, dann konnte etwas von dem Segen spürbar werden. Deshalb habe ich mich gern zu diesem Dienst berufen lassen.


Segenswunsch eines älter werdenden Menschen

GESEGNET SEIEN, die spüren, dass mein Geist
langsam nachlässt, die Rücksicht nehmen,
wenn meine Gedanken sich nur mühsam sammeln,
und ich nicht mehr so schnell artikulieren kann,
was ich möchte.

GESEGNET SEIEN, die erkennen, dass mein Hören
nachlässt, und ich nicht gleich alles verstehe,
was gesagt oder was von mir verlangt wird.

GESEGNET SEIEN, die erkennen, dass meine Augen
nicht mehr gut sehen, mir vorlesen oder sagen,
was zu tun ist.

GESEGNET SEIEN, die sehen, dass meine Hände
zittern oder nicht mehr richtig greifen können,
auch nicht mehr alles festzuhalten vermögen,
nicht schimpfen, wenn mir etwas herunterfällt.

GESEGNET SEIEN, die wahrnehmen, dass meine Füße
langsamer geworden und meine Beine zu schwach sind,
meinen müden Körper zu tragen.

GESEGNET SEIEN, die erkennen meine Beschwerden
und sich bemühen, meine Schmerzen zu lindern.
GESEGNET SEIEN, die mich in meiner Gebrechlichkeit
annehmen und mich fühlen lassen,
dass sie mich trotzdem lieben und zärtlich zu mir sind.

GESEGNET SEIEN, die mit mir lachen,
die sich mit mir freuen
und auch gern ein Schwätzchen mit mir halten.

GESEGNET SEIEN, die an meiner Seite bleiben,
wenn ich den Weg in die Ewigkeit antreten muss,
die meine Hände halten,
wenn die letzte Stunde da ist,
mich spüren lassen, dass ich nicht alleine bin,
von ihnen gehalten und getragen werde.

GESEGNET SEIEN alle, die mich in diesem Lebensabschnitt begleiten,
mich verstehen und gut zu mir sind.
Sie lassen mich an einen guten Gott glauben,
der mich aus Liebe erschaffen hat
und will, dass ich glücklich bin.
ER möge sie in seiner Liebe segnen
und ihnen alles vergelten,
was sie Gutes an mir getan haben.
Und ich werde sie gewiss nicht vergessen,
wenn ich ein mal bei Ihm bin.

© Phil Bosmans (*1922† 2012), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller, »der moderne Franziskus«